Offenes Atelier
auf Schlossgut Schönwalde

Das Schlossgut Schönwalde
lädt ein zum offenen Atelier mit Stephan Stroux
im Rahmen von kulturland brandenburg 2014

Eröffnung:
Do 1. Mai 2014 16:00 Uhr


Sa 3. & So 4. Mai 2014 11:00 - 18:00 Uhr
offenes Atelier

So 4. Mai 2014 17:00 Uhr
Konzert
FragFrank
Rock und Roll aus Berlin
Susanne Wegner (voc), Martin Meinecke (git), Marcin Zastrożny (b),
Mario Schiersch (dr), André Reichow (git)

Schlossgut Schönwalde
Dorfstr. 31
14621 Schönwalde
www.schlossgut.eu



Programm offenes Atelier
Werkstattbesuch
Orte für Filme

Erinnerung an Arbeit

1.1 Union der festen Hand
Die Geschichte der Wirtschaft zwischen industrieller Revolution und Globalisierung. Inszenierung nach dem Roman von Erik Reger an vier ehemaligen Orten der Schwerindustrie: Berlin/RAW, Goslar/Weltkulturerbe Rammelsberg, Göttelborn/Verbundbergwerk,
Essen/Welterbe Zollverein Mai – August 2003
Trailer des Films von 2011; K: Stephan Stroux; S: Ana Trkulja; 9‘18

1.2 Erinnerung an Arbeit/europa oculta I
Auflösung und Metamorphose ehemaliger Industrieanlagen der Schwerindustrie. Dramatische Installation über Geschichte und Gegenwart von Arbeit 1.
Film von Sławomir Rumiak 15´30
Dokumentation der „dramatischen Installation“
Essen Mai 2012 / Welterbe Zollverein

1.3 Erinnerung an Arbeit / Oberschlesien / europa oculta Ib
Dramatische Installation über Geschichte und Gegenwart von Arbeit - europa oculta I. Szopienice/Katowice Juni 2013 Walcownia Cynku
Film von Sławomir Rumiak 18‘14
Dokumentation der „dramatischen Installation“

und dann... die Rechtfertigung der Gewalt

Inszenierungen von Orten/Trilogie
Filmische Dokumentation von Sirko Knüpfer 64‘
2.1 Bebelplatz
und dann...die Rechtfertigung der Gewalt (29. Mai 2009)
2.2 Schlüterhof/Deutsches Historisches Museum
Sehnsucht leben ein Ausnahmezustand (6. September 2009)
2.3 RadialsystemV
Zukunft ohne Grenzen, Zukunft ohne Kriege (2. Oktober 2009)

Quem Come Quem / WER FRISST WEN

Begegnung der Kulturen
500 Jahre Kolonialgeschichte erzählt aus der Perspektive portugiesisch sprachiger Länder in Afrika - Lateinamerika - Europa, Kapverdische Inseln, Mozambique, Angola, Guinea-Bissau, São Tomé e Principe – São Paulo, Salvador da Bahia/BR – Coimbra, Braga/P
Filmische Dokumentation in port. Sprache mit dt. UT 1‘30 (2001)

Fotos von Sibylle Bergemann
Relais – Skulptur und Konzert / Bastiaan Maris
Plakate aus Produktionen
Artus Tisch: Lese-Material



Wirklichkeit befragen, Fragen nach Europa, Erzählungen, die sich aus der Grenzüberschreitung zwischen unterschiedlichsten künstlerischen Mittel formen und sich durch das Gedächtnis der Zuschauer komplettieren. Fragen an die eigene Identität, Identität durch Arbeit? Was wird den Menschen angeboten, wenn die Orte der Massenarbeit und Schwerindustrie geschlossen werden? Warum werden so oft in den verlassenen Orten Konsumtempel und Shopping Malls eröffnet?
Was heißt Gewalt? Beginnt sie oder endet sie mit der Rechtfertigung? Wie verweisen die Formen der Rechtfertigung auf deutsche Geschichte/ vor dem Hintergrund deutscher Geschichte auf den Umgang mit dem Fremden? Menschen, die sich bewegen, schwimmende Grenzen, wie ist dieses Gebilde Europa mit Träumen besetzt, wo verweigert sich diese neue ‚Festung Europa‘ den Menschen, die mit Europa ihre Hoffnungen verbinden? Wie sieht dieses Zentrum ehemaliger Kolonialmächte heute aus der Sicht von außen aus? Die Konsequenz der Arbeit an vielen deutschen Theatern war sich zu öffnen für den Blick auf andere Kulturen und aus deren Sicht/ mit deren Augen die eigene Realität zu prüfen. Nach Projekten in 17 Ländern und sieben Sprachen fokussiert sich die Perspektive jetzt auf das Großprojekt ‚europa oculta‘, das sich in zehn Teilen elementare Fragen nach Europa stellt. Der zweite Teil ‚unfinished palace, moving people, floating borders‘ beginnt 2015 in Istanbul auf einer zum Installationsraum veränderten Fähre zwischen Europa und Asien – immer wieder den Bosporus überquerend - und endet nach Zwischenstationen in Rumänien, Polen, Deutschland und Frankreich auf einem Schiff in Lissabon.


Das Gut Schönwalde wurde seit 1437 von preußischen Familien wie von Hake, v. d. Knesebeck bewohnt und bewirtschaftet. Es war von 1698-1741 in den Händen der Familie du Rosey (Exilanten aus dem Schweizer Oberland), von 1747 bis 1945 bei der Familie v. Risselmann, war dann Standort der russischen Armee und wurde in der Folge von der lokalen Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft verwüstet. Seit 2007 wird das Gut als Ort der Pferdehaltung und Radwanderung mit Restaurant und Landhotel wieder mit Leben gefüllt. Dazu trägt bei, dass es sich immer mehr als Veranstaltungsort für Ausstellungen, Lesungen und Konzerte profiliert.

dank an
patrick schneider/vitoli - eddie egal - bastiaan maris - fragFrank - bando - klaus von kries/foto st - jan tilman schade - ana trkulja - thomas voßbeck - marcin zastrozny